24.03.2010

Die AuslÀnderbeschrÀnkung des Westdeutschen Basketballverbandes ist auch im Amateursport unwirksam!

Der Rechtsausschluss des DBB hat abschließend entschieden (Urteil vom 24.03.2010, AZ: DBB-RA 03/2009), dass die Klausel, die eine Spielteilnahme in einem Spiel auf zwei AuslĂ€nder beschrĂ€nkt, zu denen auch die Staatsangehörigen von EU-Mitgliedsstaaten zĂ€hlen, gegen das europĂ€ische Diskriminierungsverbot verstĂ¶ĂŸt. Auf die Frage, ob eine Arbeitnehmereigenschaft besteht, kommt es nicht an. Die Klausel verstĂ¶ĂŸt jedenfalls gegen das allgemeine Diskriminierungsverbot des Art. 18 AEUV. Voraussetzung ist aber, dass der Regelungsgeber eine Monopolstellung innehat, die funktional mit der staatlichen Gesetzgebung vergleichbar ist. Nach dem in Deutschland bestehenden Einplatzprinzip ist dies bei den nationalen SpitzenverbĂ€nden der Fall.

Es bestehen jedoch Bedenken, ob diese Entscheidung im Ergebnis dazu fĂŒhrt, dass der nationale Nachwuchs von auslĂ€ndischen Spielern bereits im Amateursport verdrĂ€ngt wird. Der Breitensport ist die Basis des Spitzensports. Der Rechtsausschluss ist diesen Bedenken lediglich mit dem Argument entgegengetreten, dass nicht nachvollziehbar sei, dass eine reine Amateurliga Sprungbrett fĂŒr den Profisport sein könne. Diese Annahme könnte durch entsprechende Statistiken widerlegt werden.