04.08.2011

Das Landgericht Frankfurt verhandelt am 11.08.2011 ├╝ber einen Schadenersatzanspruch des Dreispringers Friedek gegen den DOSB.

Auf Antrag des ehemaligen Spitzensportlers Charles Friedek im olympischen Dreisprung, verhandelt das LG Frankfurt in erster Instanz ├╝ber eine Schadenersatzforderung Friedeks wegen der verweigerten Olympianominierung des DOSB f├╝r die Spiele in Peking 2008.

Das OLG Frankfurt hatte 2008 in einem von uns f├╝r den DOSB gef├╝hrten Verfahrens rechtskr├Ąftig entschieden, dass die Entscheidung des DOSB, Herrn Friedek nicht f├╝r die Olympischen Spiele in Peking zu nominieren, rechtlich nicht zu beanstanden ist.

Trotz dieser Entscheidung hat Herr Friedek Klage auf Schadenersatz erhoben, ├╝ber die das LG Frankfurt in erster Instanz nun verhandeln wird.

Erstmals wird sich ein Gericht mit der Frage befassen, ob sich ein Monopolverband schadenersatzpflichtig macht, wenn er unter Ber├╝cksichtigung der Nominierungskriterien eine Ermessensentscheidung trifft, die der betroffene Athlet nicht f├╝r richtig h├Ąlt.

Voraussetzung eines Schadenersatzanspruchs ist jedenfalls, dass der Monopolverband bei der Entscheidung eine Pflichtverletzung begangen h├Ątte. Wenn aber bereits das OLG Frankfurt im Nominierungsstreitverfahren entschieden hat, dass die Nominierungsentscheidung des DOSB nicht zu beanstanden ist, kann nach unserer Auffassung in dieser Entscheidung erst recht keine Pflichtverletzung gesehen werden.

Trotz der W├╝rdigung der sehr wohl bestehenden sportlichen Erfolge des Herrn Friedek, d├╝rfte die Klage keine Aussicht auf Erfolg haben.