22.09.2011

Schleichbezug von Olympiatickets London 2012 erfolgreich unterbinden.

Im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbunds e.V. geht [Sch√§fer Rechtsanw√§lte gegen den unautorisierten Vertrieb von Eintrittskarten f√ľr die Olympischen Spiele 2012 in London vor.

Das Direktvertriebssystem des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erfolgt in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Organisationskomitee der ausrichtenden Stadt ausschlie√ülich √ľber die Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und den offiziellen Agenturen, die von einem NOK benannt und vom IOC anerkannt wurden. Den NOKs und den offiziellen Agenturen ist es verboten, die Tickets an Wiederverk√§ufer zu ver√§u√üern. Infolgedessen hat auch das Bundeskriminalamt mit einem Warnhinweis darauf aufmerksam gemacht, dass der Vertreib durch Drittanbieter an den Endverbraucher die Gefahr von strafrechtlich relevanten Handlungen beinhaltet. Erwirbt ein Drittanbieter Tickets unter Verschleierung seiner Wiederverkaufsabsicht, handelt es sich jedenfalls um einen rechtswidrigen Schleichbezug, der wettbewerbswidrig ist. Besonders nachteilig wirkt sich dieser ‚ÄěSchwarzmarkt‚Äú auf die Preise aus. W√§hrend beim offiziellen Vertrieb gerade der Preis sozial ertr√§glich gestaltet wird (Preis + Bearbeitungsgeb√ľhr, die genau festgelegt ist), verlangen die Drittanbieter bis zu 7-fach erh√∂hte Preise. Dies mag man als wettbewerbsimmanent bezeichnen, in Wahrheit widerspricht dies jedoch einer sozialen Marktwirtschaft und verschafft demjenigen Wettbewerbsvorteile, der sich unlauter verh√§lt. Deswegen verfolgt der DOSB als Sachverwalter der Olympischen Bewegung in Deutschland jeden wettbewerbswidrigen Olympia-Ticketvertrieb. Die ersten Streitf√§lle konnten nun au√üergerichtlich durch die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserkl√§rung der Drittanbieter gel√∂st werden.