11.12.2012

Cash-GmbH aus erbschaftssteuerlicher Sicht vor dem Aus?

Die Betriebsverm√∂gensbeg√ľnstigung im Erbschaftssteuergesetz ist nach Auffassung des Bundesfinanzhofes verfassungswidrig (BFH 27.09.2012, AZ. II R 9/11). Wie so oft im Erbschaftssteuerrecht stehen wir vor einer grundlegenden Reform der Besteuerung vom Verm√∂gen im Erb- und Schenkungssteuerbereich . Zun√§chst wurde die privilegierte Bewertung von Immobilien aufgehoben, jetzt ist zu bef√ľrchten, dass die privilegierte Besteuerung der √úbertragung vom Betriebsverm√∂gen im Erb- und Schenkungsfall gleichheitswidrig ist. In der aufgegebenen Entscheidung hat der BFH den Bundesverfassungsgericht diese Frage zur Pr√ľfung vorgelegt. Die Experten und wir sind uns sicher, dass die bestehende Regelung in ¬ß¬ß13 a und 13 b ErbStG nicht verfassungskonform‚Ķ ist. Die bisher zul√§ssige Gestaltungsform der Cash-GmbH k√∂nnte daher in Zukunft nicht mehr zul√§ssig sein. Grunds√§tzlich ist f√ľr uns nicht nachvollziehbar, warum bereits versteuertes Verm√∂gen erneut besteuert werden soll. Diese Doppelbesteuerung geh√∂rt insgesamt abgeschaffen bzw. durch Anreize abgemildert, die unserem Wirtschaftsstandort zu gute kommt. Dennoch bestehen weiterhin zul√§ssige Gestaltungsm√∂glichkeiten, die Gestaltungsm√∂glichkeiten beinhalten.