09.08.2017

Werbeslogan „olympiaverdĂ€chtig: Mit der richtigen Sportbekleidung eigene Rekorde brechen!“ verstĂ¶ĂŸt gegen das OlympSchG

Das LG Rostock hat mit Urteil vom 21.07.2017, AZ: 3 O 911/16, entschieden, dass die Werbung fĂŒr eine Sportbekleidung mit den Adjektiven olympiaverdĂ€chtig und olympiareif eine unlautere Ausnutzung der WertschĂ€tzung der gesetzlich geschĂŒtzten Bezeichnung „Olympia“ darstellt und zur Unterlassung und Kostenerstattung gemĂ€ĂŸ § 3 Abs. 2 Nr. 2, 2. Alt. OlympSchG verpflichtet.

Im konkreten Fall lag nicht nur eine bloße Assoziation mit den Olympischen Spielen vor (so aber in der BGH Entscheidung „Olympia-Rabatt“), sondern es erfolgte ein Imagetransfer der WertschĂ€tzung Olympischer Spiele als Sportereignis auf besonders hohem Niveau auf die beworbene Sportbekleidung. In dem vorgenommenen Produktbezug als olympiareif und olympiaverdĂ€chtig ist keine bloße anlassbezogene Werbung zu sehen. Aus der Gesamtbetrachtung folgt, dass diese Werbung ĂŒber die bloße Assoziation hinausgeht.